Klimaschutz durch Waldnutzung

Ein Bespiel  aus dem Steigerwald:

Sozial- ökologische Waldwirtschaft reduziert CO2- Emissionen und Plastikverbrauch bei hohem volkswirtschaftlichem Sozialbeitrag.  Beitrag von Prof.Dr. Willi Rößner  *

Seine Kernaussagen:

 Energetische und stoffliche Holznutzung ist klimanützlich:

Die nachhaltige Waldwirtschaft dient der Umwelt und dem Klimaschutz. Ohne Waldnutzung muss das Holz mit erheblichen Negativwirkungen auf das Klima, durch andere fossile oder mineralische Rohstoffe ersetzt werden. Forderungen zur Herausnahme von Flächen aus der Waldnutzung sind konträr zu den Forderungen nach CO2 - Reduktion und Plastikvermeidung

In einem Teil der Öffentlichkeit herrschen Vorbehalte gegenüber dem nachwachsenden Rohstoff und der Energie aus der Waldwirtschaft. Klimawandel und Waldsterben erzeugen diffuse Klimaängste, welche in ebenso diffuse politische Stimmungen umgesetzt werden. Auch moderate nachhaltige Holzentnahmen werden als Waldbedrohung interpretiert. Das Anliegen des Artikels besteht darin, Fakten, die den Nutzen der Waldwirtschaft beschreiben, in dieses Stimmungsgewirr einzubringen.

Ein Hektar unbewirtschafteter Naturwald verursacht bei Ersatz durch Kunststoff jährlich eine Substitutionslast von 400 kg Kunststoff, 2.000 l Öl, 4.200 kg CO

Ein Hektar unbewirtschafteter Naturwald verursacht bei Ersatz durch Stahl jährlich eine Substitutionslast von 1.000 kg Stahl, 1.700 l Öläquivalent, 5.500 kg CO2

Es gibt weltweit einen besorgniserregenden Waldschwund. Dagegen nimmt bis jetzt, in Deutschland die Waldfläche zu. Hier ist es unangemessen, eine Analogie zu den Regenwäldern herzustellen und eine maßvolle Waldnutzung mit den dortigen brutalen Rodungsmaßnahmen gleichzusetzen. Im Windschatten dieser suggestiv herbeigeführten Bewusstseinslage erfolgt nichtmehr eine Unterscheidung zwischen Totalrodung und ökologischer Waldwirtschaft. Auch eine maßvolle nachhaltige Holznutzung wird reflexartig als Waldvernichtung aufgenommen.Die oftmals vorhandene Stimmung gegen die Holznutzung steht im Widerspruch zum Klimaschutz  Es wäre an der Zeit, dieser, auch politisch missbrauchten Stimmung mit rationalen Fakten zum Klimaschutz durch Holznutzung zu begegnen!

Ohne Waldnutzung ergeben sich folgende Konsequenzen: (je Hektar und Jahr)

Bedarf von 400 kg Plastik oder 1.000 kg Stahl:

                        Verbrauch                1.700 bis 2.000 l Öl

                        Emission                    4.200 bis 5.500 kg CO2

                        Entstehung              1.000 bis 1.200 € Ölkosten

                        Auftreten                    540 bis 700 € Klimafolgeschäden

                        Verlust von ungefähr 4.800 € regionaler Wertschöpfung

                        Entstehung von      750 bis 1.000 € CO2- Preis

                        Wegfall der Heizwärme für 2 Personen

                        Entfall der Kompensation von     14 bis 19 Inlandsflügen

                                                                                  (300 kg CO2 je Passagier)

Eine rationale Neubewertung der nachhaltigen Holznutzung ist notwendig!

Die oftmals vorhandene Stimmung gegen die Holznutzung steht im Widerspruch zum Klimaschutz. Es wäre an der Zeit, dieser teilweise auch politisch missbrauchten Stimmung mit rationalen Fakten zum Klimaschutz durch Holznutzung zu begegnen und die Wechselwirkung zwischen Holznutzung und Klimaschutz neu zu bewerten!

Prof.Dr. Rößner ist aufgewachsen im Steigerwald, setzt sich für die ökologische Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz ein und widerspricht aktionistischen Kampagnen gegen die Waldnutzung im Steigerwald. Seit 1990 Mitglied im Bund Naturschutz mit Sonderinteresse für regenerative Energie und nachwachsende Rohstoffe.
Prof. für Maschinenbau an der Hochschule Augsburg. Nach der Pensionierung, Lehraufträgen an der Hochschule und Renovierung des elterlichen Bauernhofs in Rauhenebrach mit häufigen Aufenthalten im Steigerwald. Gelegentliches Verfassen von Kommentaren zur nachhaltigen Waldwirtschaft im Steigerwald.  


 

 

 

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