Zum Klimaschutz in bewirtschaftetem Wald

   

Speicherung von Kohlenstoff im Ökosystem und

Substitution fossiler Brennstoffe

von: E. D. Schulze;  J. Rock:  F. Kroiher ;  V. Egenolf;  N. Wellbrock ;  R. Irslinger ;  A. Bolte;  H. Spellmann

 

Vordringliches  Ziel eines effektiven Klimaschutzes ist die Reduzierung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe . Die geplante Schließung der deutschen Braunkohlereviere ist hierfür ein deutliches  Zeichen. Darüber hinaus müssen auch die Landnutzungsformen alle Einsparungspotenziale nutzen, um die anspruchsvollen politischen Ziele bei nach wie vor wachsendem Gesamtenergiebedarf zu erreichen.

Kontrovers wird in diesem Zusammenhang die Nutzung der Wälder diskutiert, weil hier sehr unterschiedliche Interessen aufeinanderprallen.  Es geht nicht nur um Klimaschutz, sondern auch um Artenvielfalt, die Gemeinnützigkeit von Eigentum, die Rechte der Eigentümer sowie die Nachhaltigkeit der Nutzung.

Im angefügten Beitrag von werden  verschiedene Optionen für den Beitrag des Waldes zum Klimaschutz dargestellt

 

Hier eine kurze Zusammenfassung:

Nachhaltig bewirtschaftete Wälder enthalten in Deutschland zum Zeitpunkt der Ernte gleich hohe Mengen an Holzbiomasse pro Hektar Waldfläche wie nicht bewirtschaftete Wälder.  Eine nachhaltige Bewirtschaftung orientiert sich an der natürlichen Entwicklung eines Waldes.:

  • Holzprodukte vermeiden den Einsatz von Bau- und Werkstoffen mit hohem Energiebedarf in der Herstellung(„Produkt-Substitution“) und ersetzen fossile Brennstoffe als Energieträger („Energie-Substitution“).
  • Die Atmosphäre wird bei der energetischen Nutzung von Holz nicht zusätzlich belastet, denn Holz enthält rezent  durch Photosynthese      gebundenen Kohlenstoff, der alternativ auch durch Verrottung freigesetzt  würde.
  • Waldbewirtschaftung und Holzverwendung verbessern die Treibhausgasbilanz Deutschlands zurzeit um etwa   11 % bis 14 %.
  • Die Effizienz der Flächennutzung für energetische Zweck  im Wald könnte durch Wind- und Solaranlagen erhöht werden. Dies würde aber zu Beeinträchtigungen anderer Wald- Ökosystemleistungen führen und ist daher umstritten.

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