Steuererleichtungen für Waldbesitzer

Das BMEL hat steuerliche Erleichterungen für die von den Schäden besonders betroffenen Waldeigentümer beim Bundesfinanzministerium erreicht. Das erklärte Michael Stübgen, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL), bei einer Waldbegehung auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft Naturnahe Waldwirtschaft. Eine Sprecherin des BMEL erläuterte dazu auf Nachfrage am 7. Mai, Grundlage für die erreichten Steuererleichterungen bilde der §34b Absatz 3 Einkommenssteuergesetz. Dieses sieht für Einkünfte aus außerordentlichen Holznutzungen folgende steuerliche Entlastungsmöglichkeiten vor:

  • Ab dem ersten Festmeter Schadholz gilt der Halbsteuersatz; übersteigt die außerordentliche Holznutzung den betrieblichen Nutzungssatz,  so gelte für diese Holzmenge der Viertelsteuersatz. Voraussetzung sei  Finanzbehörde angemeldet hat.
  • Ergänzend hierzu wurde mit dem BMF für das Kalenderjahr 2018 eine   Billigkeitsregelung für besonders betroffene Waldeigentümer vereinbart. Als  besonders betroffen gelten Waldeigentümer, bei denen der Schadholzanfall   das Doppelte des Nutzungssatzes überschreitet. Derart betroffene Waldeigentümer können den Viertelsteuersatz - abweichend von der oben  genannten gesetzlichen Regelung - bereits ab dem ersten Festmeter   Schadholz anwenden.
  •  Zusätzlich hätten besonders betroffene Waldeigentümer die Möglichkeit, dass eingeschlagenes und unverkauftes Kalamitätsholz bei der steuerlichen  Gewinnermittlung buchhalterisch nicht "aktiviert" werden muss, so die Sprecherin des BMEL

Quelle: Holzzentralblatt online vom 8.5.2019